Da es nicht einfach ist die Natur nachzuahmen, hier einige Tipps von Klaus:

Erst einmal möchte ich Euch raten lieber ein paar Mark mehr anzulegen als zu wenig, denn die Erfahrung hat gezeigt, dass jenes Geld, was am Anfang falsch eingespart, später doppelt nachbezahlt wird. Oder der Neuling verliert die Lust, weil es nicht so klappt wie er es sich vorstellt. Das Becken kann jede Größe haben, grundsätzlich gilt:

Je größer - je weniger Arbeit! Große Aquarien sind biologisch stabiler als kleinere!

Der Filter sollte in einer Stunde mindestens das Doppelte des Beckenvolumen umwälzen! Wobei noch entscheidend ist, ob der Filter nur mechanisch oder auch biologisch arbeitet. Bewährt hat sich eine Vorfilterung mit Perlonwatte und eine anschließende biologische Filterung mit grober Lava oder ähnlichen Filtermedien! Zum Ansiedeln der biologischen Stoffe (sogenannte Nitrifikationsbakterien) empfehle ich Biocoryn H3!

Beim Warmwasserbecken ( 24-26 Grad ) braucht Ihr einen Regelheizer, der die konstante Temperatur von ca. 24 Grad hält. Dies ist für die meisten Fische und Pflanzen akzeptabel. Kontrolle mit Thermometer!

Die Beleuchtung ist eines der wichtigsten Dinge, da die Pflanzen ja auch wachsen sollen. Zu empfehlen ist hier bei Röhren die Lumilux Lichtfarbe 11 von Osram oder HQL-Lampen!

Gro-Lux Lampen heben die Farbe der Fische hervor; sind aber auch algenfördernd! Beleuchtungsdauer: 8 bis maximal 10 Stunden!  Geregelt durch eine Schaltuhr!

Unter Euer Glasbecken muss eine Schaumstoffmatte, da sich sonst das Silikon verziehen kann, was ein Auslaufen des Beckens zur Folge hätte! Habt Ihr Euer Aquarium am richtigen Platz, bringt Ihr erst einmal die Technik an. Dann füllt Ihr Nährboden ( Duplarit, Aqualit ) ein und deckt ihn mit nicht zu grobem und nicht zu feinem Kies ab. Mit Lava könnt Ihr den Boden dunkeln, welches vielen Fischen sehr zusagt. Auch können Dekorationsstücke eingebracht werden z. B. Steine oder Wurzeln.

Vorsicht: Keine Muscheln oder Kalksteine, da diese das Wasser aufhärten!

Nun lasst Ihr zwei Drittel Wasser ein. Empfehlenswert ist die Zugabe von Aqua Safe und Torfu Min! Darauf bepflanzen wir das Becken. Je mehr Pflanzen desto besser!

Ein Flüssigdünger ist noch notwendig, da die Pflanzen nicht nur aus dem Boden, sondern auch aus dem Wasser Nährstoffe benötigen ( Planta Min - wöchentlich )! Empfehlenswert ist auch eine CO2-Düngung!

Bodendünger + Flüssigdünger + Licht + CO2 = bester Pflanzenwuchs!

Nun füllt Ihr den Rest Wasser auf und schaltet die elektrischen Geräte ein!

Das Aquarium sollte nun ein bis drei Wochen Ruhe haben um sich biologisch aufzubauen, erst nach dieser Zeit ist es sinnvoll, Fische einzusetzen!

Testet erst noch Euer Wasser bevor Ihr die Fische holt.

Das Wichtigste ist: Nitrit + pH-Wert. Optimaler Nitrit Wert = 0! pH-Wert = 6,3 - 7,4 (je nach Fischarten)! 

Wobei der Nitrit-Wert die Giftstoffe im Wasser anzeigt und der pH-Wert den Säure- bzw. Basengehalt misst! Stimmen die Werte, geht die Fische kaufen!

Wichtig ist, dass gerade in der ersten Zeit die Fische nicht überfüttert werden. Lieber wenig, aber abwechslungsreich!

Merke: Bei Überangebot an Futter fressen sich Fische zu Tode! Außerdem führt zuviel Futter auch zum biologischen Tod des Aquariums!

Zuviel Futter = Nitrit (Gift für die Tiere) = Nitrat (Nährstoff für Algen).

Macht nun alle zwei Wochen einen Wasserwechsel (ca. 10% ), um das anfallende Nitrat abzubauen (auch mal die Werte nachtesten! z.B. bei starker Veralgung ).

Nie jedoch Filterreinigung und Wasserwechsel gemeinsam! Da sonst das biologische Gleichgewicht empfindlich gestört wird, was eine Nitritvergiftung zur Folge haben kann.

Nun noch viel Spaß und Unterhaltung mit Euerm Stück Natur.


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