Vorkommen/Größe:

In den tropischen Riffen rund um die Welt ist die Familie der Pseudochromidae zuhause. Laut Debelius ("Fischführer Südostasien" Helmut Debelius/Rudie H. Kuiter, 1994, Tetra-Verlag, Melle) sind 6 Gattungen mit mehr als 70 Arten bekannt. Da die Fische sehr versteckt leben, werden sehr viele Arten neu entdeckt.
Die kleinen Fischchen leben paarweise zurückgezogen in Höhlen oder zwischen Korallenästen und brillieren durch leuchtende Farben quer durch die Farbskala, einfarbig, aber auch mit einzelnen oder mehreren Streifen oder Farbtupfern. 
Die Körperlänge beträgt meist 5 - 12 cm, wobei aber einige Arten auch deutlich größer werden. 

Gattungen:

Gattung Pseudochromis:

Die artenreichste Gattung mit meist leuchtend violett-, blau- oder gelbgefärbten Vertretern. Besonders prachtvoll ist der Pracht-Zwergbarsch, Pseudochromis splendens, gelb/blau mit schwarzen Mustern.

Weitere Gattungen:

Chlidichthys, Cypho, Labracinus, Ogilbyina, Pseudoplesiops.

Besonderheit:

Hier ist eigentlich nur die Farbenpracht besonders hervorzuheben.

Ernährung:

Die kleinen Jäger lauern in ihren Verstecken auf vorbeischwimmende Beute, die sie blitzschnell schnappen und sich sofort wieder zurückziehen. Hauptnahrung sind Kleinkrebse und bei einigen Arten auch Zooplankton. Im Aquarium sind diese Fische leicht an Ersatznahrung wie Frostfutter, Muschelfleisch usw. zu gewöhnen.

Fortpflanzung:

Bei Paaren ist das gröößere Exemplar das Männchen. Bei einigen Arten lassen sich die Geschlechter auch anhand der Färbung unterscheiden. Männchen sind hier intensiver gefärbt. Nach dem Ablaichen im Versteck wird das Weibchen vertrieben und das Männchen betreibt Brutpflege. Es befächelt die Eier mit Frischwasser und kümmert sich um das Gelege bis die Larven schlüpfen. Laut Literatur ist bei einigen Arten auch Maulbrutpflege beobachtet worden.
Nachzuchten im Aquarium sind bekannt.

Auf Grund ihrer scheuen, zurückgezogenen Lebensweise werden diese Fische häufig mit Gift gefangen. Diese Prozedur überstehen die wenigsten Fische ohne bleibende Schäden (z. B. Leberschädigung) und gehen meist im Aquarium nach kurzer Zeit ohne erkennbaren Grund ein. Daher ist beim Kauf dieser Fische ein seriöser, zuverlässiger Zoofachhändler sehr zu empfehlen, der weiss, woher seine "Ware" kommt. (Das gilt eigentlich für alle Fische!)
Bei der Vergesellschaftung ist zu beachten, dass einige Arten starkes Revierverhalten zeigen und auf Mitbewohner losgehen. Ruhige Arten werden durch große Fische eingeschüchtert und sind kaum noch im Becken zu sehen. 
Durch ihre Farbenpracht sind die Zwergbarsche eine Bereicherung für jedes Fels- oder Korallenaquarium. Manche Arten sind nur bedingt für Riffaquarien geeignet. Es ist daher von Vorteil, sich vor dem Kauf intensiv beraten zu lassen.
Bei der Einrichtung des Beckens müssen genügend Versteckmöglichkeiten eingebaut werden, damit sich die Fische ihr passendes Zuhause auswählen können.

Literaturempfehlung zur Vertiefung des Themas, hieraus habe ich auch die Zahlenangaben übernommen:
"Meerwasser Atlas" Band 1 (Hans. A. Baensch/Helmut Debelius, Mergus-Verlag Melle) 
"Fischführer Südostasien" Helmut Debelius/Rudie H. Kuiter, 1994, Tetra-Verlag, Melle
"Fischführer Indischer Ozean", Helmut Debelius, 1993, Tetra-Verlag, Melle


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